(Bonn, 13.03.2026) Das Internationale Institut für Religionsfreiheit Afrika (IIRF: Afrika) veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Universität Johannesburg (UJ), der Rhodes-Universität (RU) und der Universität des Freistaates (UFS) die 2. Konferenz zu Religionsfreiheit. Das Thema der Konferenz lautete „Die Regulierung von Religion und die Grenzen des Rechts“. Die Bedeutung des Konferenzthemas wurde durch die jüngsten Forderungen nach einer Regulierung von Religion durch zivile Behörden unterstrichen. Die Konferenz fand vom 29. bis 30. Januar 2026 als multidisziplinäre internationale Konferenz zur Religionsfreiheit an der Universität des Freistaates in Bloemfontein (Südafrika) statt. Sie knüpfte erfolgreich an die erste Konferenz dieser Art an, die 2024 an der Universität Johannesburg stattfand.
An der Konferenz nahmen 22 Referenten teil, die 14 Institutionen vertraten. Ein Großteil der Referenten kam aus Südafrika, während aus dem Ausland Referenten aus Australien, Kanada, Kenia, der Tschechischen Republik und Italien teilnahmen. Es wurden Beiträge zu einem breiten Spektrum von Themen von Rechtswissenschaftlern, Juristen, Theologen, einem Politikwissenschaftler, einem Soziologen sowie einigen Doktoranden der Rechts- und Theologiewissenschaften vorgestellt. Die Vorträge befassten sich unter anderem mit Themen wie der staatlichen Regulierung von Religion in Kenia und Südafrika, der südafrikanischen Menschenrechtskommission, dem Verhältnis zwischen Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit, der Autonomie religiöser Vereinigungen, Naturrecht und positivem Recht, afrikanischer Spiritualität, Kultur und Gewohnheitsrecht, muslimischem Familienrecht und religiösem Realismus.

Der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der UFS, Prof. Serges Kamga, hielt die Eröffnungsrede, gefolgt von der Grundsatzrede von Dr. Faith Kabata von der Kenyatta University (Kenia) mit einem Vortrag zum Thema „Maßnahmen zur Regulierung der Religion in Kenia“, der sich mit den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Regulierung von Religion in Kenia befasste.
Die Konferenz wurde von einem Team aus drei südafrikanischen Professoren organisiert, die sich wissenschaftlich intensiv mit Religions- und Glaubensfreiheit befassen: Dr. Shaun de Freitas, Professor für öffentliches Recht an der Universität des Freistaates in Bloemfontein, Dr. Helana van Coller, Professorin für Rechtswissenschaften an der Rhodes-Universität in Makhanda, und Dr. Werner Nel, außerordentlicher Professor am Institut für Verfahrensrecht der Universität Johannesburg.

Die Planungen für eine Sonderausgabe des Journal of Juridical Science (JJS) mit Beiträgen aus der Konferenz sind bereits in vollem Gange, und es wird eine beträchtliche Anzahl von Manuskripten für eine mögliche Veröffentlichung erwartet. Das JJS ist eine wissenschaftliche Zeitschrift der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Freistaates und ermöglicht interdisziplinäre Forschung.
Zeitgleich mit dieser Konferenz erscheint eine Sonderausgabe des International Journal for Religious Freedom (IJRF), die aus der ersten Konferenz über Religionsfreiheit in Südafrika hervorgeht, die 2024 an der Universität Johannesburg stattfand. Sie enthält vier wissenschaftliche Artikel zum übergreifenden Thema „Religionsfreiheit und Maßnahmen der Toleranz” (Band 18/2, 2025).
Die Mitorganisatoren haben vorläufig vereinbart, die dritte Konferenz im Jahr 2028 abzuhalten. Der Veranstaltungsort soll vorzugsweise entweder im Ostkap oder im Westkap liegen.
Downloads und Links
- Foto 1: Die Konferenzteilnehmer versammeln sich vor dem historischen Hauptgebäude der Universität des Freistaates, Bloemfontein, Südafrika © IIRF
- Foto 2: Die Organisatoren der Konferenz (von rechts): Prof. Dr. Shaun de Freitas (Hauptorganistor, Universität des Freistaates), Prof. Dr. Helena van Coller (Co-Organisatorin, Rhodes-Universität) und Prof. Dr. Werner Nel (Co-Organisator, University of Johannesburg) © IIRF
- Foto 3: Die Konferenzrednerin Dr. Faith Kabata (Kenyatta University) (links) mit der Co-Organisatorin Prof. Dr. Helena van Coller (Rhodes-Universität) (rechts) © IIRF
- Ankündigung der Konferenz durch das IIRF: https://iirf.global/?p=6184
- Bericht der Universität des Freistaates: https://www.ufs.ac.za/templates/news-archive-item/campus-news/2026/february/ufs-hosted-conference-explores-religious-freedom-and-limits-of-the-law-in-a-constitutional-democracy
- Facebook post der Universität des Freistaates: https://www.facebook.com/UFSweb/posts/UFS-hosted-conference-religous-freedom-and-limits-of-the-law-in-a-cons/1302021025289234/
- Facebook post der Universität Johannesburg: https://www.facebook.com/100039947324691/posts/another-successful-conference-on-religious-freedom-in-sa-the-uj-faculty-of-law-w/1812063593468534/
- Aufruf zur Einreichung von Beiträgen für die 2. Konferenz über Religionsfreiheit:https://www.ufs.ac.za/docs/librariesprovider21/conferences/conference-on-religious-freedom-in-south-africa-2026.pdf?sfvrsn=fcd4ea20_1
- International Journal for Religious Freedom, Vol. 18 No. 2 (2025): Religious freedom and measures of tolerance: https://ijrf.org/index.php/home/issue/view/vol18-2
